Die Integrative Therapie ist eine Behandlungsmethode, die erlebnisaktivierend (Gestalttherapie, Psychodrama, Kreativtherapie), einübend/trainierend (verhaltensorientiert) und biografisch-aufarbeitend (psychodynamisch), also systemisch-integrativ arbeitet.

Wir Menschen sind „Gewordene“ und unser Denken, Fühlen und Handeln ist das Ergebnis all unserer Erfahrungen innerhalb der Beziehungen mit für uns und unsere Entwicklung wesentlich gewesenen Anderen (Bindungs-/Beziehungspersonen).

Ich arbeite mitgefühlsbasiert und bindungsorientiert in einer sog. „doppelten Expertenschaft“. Das bedeutet, Sie sind die Expertin/der Experte für Ihr bisheriges gelebtes Leben und ich begleite Sie als Mensch mit meiner eigenen Lebenserfahrung und klinischen Expertise auf Ihrem Weg zu sich selbst.

Bindungsorientierte Traumatherapie
nach Michaela Huber:

Heilung beginnt in dem Moment, in dem ein Mensch sich gesehen fühlt.

Menschen das Gefühl zu geben, gesehen zu werden, Worte zu finden, für das man bisher keine Worte hatte, mit all dem Schmerz und den Gefühlen, für die man sich bisher geschämt hat und die man verborgen hielt, nicht mehr allein zu sein und wie es gelingen kann, aus all dem einen Ausweg zu finden und aus den Schatten der Vergangenheit ins Licht der Gegenwart zu treten, möchte bindungsorientierte Therapie unterstützen.

Aus meiner Sicht ist es ein großer Schritt, wenn ein Mensch sich anvertrauen und öffnen kann. Zu viele Ängste, Scham- und Schuldgefühle erschweren es den Betroffenen oft lange, sich anzuvertrauen und sich in ihrer Verletzlichkeit zu zeigen, zu groß ist die Angst, zurückgewiesen oder als „falsch“ bewertet zu werden. Zu groß ist das Risiko, wieder beschämt oder verlassen zu werden.

Das verheerende Ausmaß früher Bindungstraumata zu bezeugen, kann schmerzlich daran erinnern, was Menschen mit Traumafolgestörungen erlebt haben und wie verletzlich sie sind. Die Folgen fortwährender Abwertung und Einsamkeit spiegelt die Lebensrealität von Menschen mit frühen Traumaerfahrungen wider. Deshalb braucht es korrigierende Erfahrungen von Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit. Es braucht Zeit, Geduld und hilfreiche Ressourcen, um wieder spüren zu können, dass sie nicht alleine sind und es nie zu spät ist, auf authentische und offene Weise den Weg zu weisen und zu zeigen, dass ein Heilwerden möglich sein kann.

Integrative Tanztherapie:

Die Integrative Tanztherapie ist ein anerkanntes körperpsychotherapeutisches Verfahren zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und individuellen Ausdrucksfähigkeit. Durch das bewusste Erleben des eigenen Körpers in der Bewegung wird die Selbstwahrnehmung verbessert und wir bringen das zum Ausdruck, was uns innerlich bewegt. Daher bietet die Tanztherapie die Chance, auf einem direkten Weg viel über sich selbst zu erfahren, auch über Dinge, die sprachlich manchmal nur schwer zugänglich sind.

Die Tanztherapie erweitert das Bewegungsrepertoire als Voraussetzung für Verhaltensflexibilität, sie zeigt in der Bewegung emotionale- und Verhaltensmuster auf und ermöglicht über die Bewegung, Veränderungsprozesse zu etablieren. Sie hilft dem Menschen, sich als eine Einheit aus Körper, Seele und Geist wahrzunehmen, eigene Ressourcen und Potenziale zu entdecken und zu nutzen. Das erlebniszentrierte Arbeiten und das reflektierende Gespräch führen zu einem tieferen Verständnis der eigenen Person.

An die gesunden Anteile anknüpfend, bringt die Tanztherapie Kreativität und die schöpferischen Fähigkeiten des Menschen hervor und unterstützt seine psychische Stabilität. So können wir wieder Vertrauen in uns selbst gewinnen und zum Gestalter unseres Lebens werden.

Die Integrative Tanztherapie richtet sich an Menschen, die über Körper und Bewegung einen Zugang zu ihren Gefühlen finden wollen. In Verbindung mit einem reflektierenden Gespräch kann das zu einem tieferen Verständnis der eigenen Person führen.

Tanztherapie wird in vielfältiger Weise zur Behandlung psychischer und somatischer Erkrankungen, Störungen und Beschwerden eingesetzt,  aber auch im Rahmen von Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsstabilisierung.

EMDR:

EMDR ist eine etablierte Psychotherapiemethode, die ihren Ursprung in der Psychotraumatherapie hat. Die Anwendungsmöglichkeiten von EMDR reichen jedoch weit darüber hinaus. EMDR basiert darauf, dass jeder Mensch über eine natürliche Fähigkeit zur Informationsverarbeitung verfügt, mittels derer er belastende Erfahrungen verarbeiten kann.

Zentrales Element der EMDR-Therapie sind die geleiteten Augenbewegungen – auch bilaterale Stimulation genannt: Die Patientin bzw. der Patient folgt den Fingern der TherapeutIn mit ihren Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Die Augenbewegungen der/-s Klientin/-en sind mit den Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar – der Phase des Schlafes, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden.

Am Anfang der EMDR-Behandlung diagnostizieren wir in einer ausführlichen und fundierten

Anamnese die belastenden Symptome. Damit Sie sich vorsichtig Ihrer Thematik nähern können, schaffen wir mit viel Einfühlungsvermögen einen sicheren und geschützten Rahmen, um Sie dann achtsam durch das Erinnerte und die dazugehörigen Empfindungen zu leiten. Sie können lernen, mit alten belastenden Erinnerungen, Gedanken und Gefühlen umzugehen und eine neue, angemessenere Perspektive auf das Geschehen entwickeln.

Die EMDR-Therapie aktiviert die körpereigenen Verarbeitungsmechanismen und stößt somit eine Selbstheilung an: Schritt für Schritt werden die belastenden Symptome aufgelöst und die Patientin bzw. der Patient lernt, mit den alten belastenden Erinnerungen und Gedanken in einer neuen Weise umzugehen.